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Gemalt von Kindern der Freie Schule Kreuzberg

Freie Schule Kreuzberg solidarisiert sich mit der Liebig34
Bericht zur Solikundgebung mit der Liebig34




14.10.2020: Presseberichte ab der Räumung findet ihr hier.

11.10.2020: Mit Scharfschützen auf den Dächern wurde die Liebig geräumt. Damit ist die Büchse der Pandora geöffnet. “Jede Räumung hat ihren Preis”. 34 Millionen, für das, was dieser “Rechtsstaat” mit der Räumung zerstört hat, fordert die Liebig34. Dafür gibt es im ganzen Land zahlreiche Solidaritätsaktionen. Derzeit kann man sie unmöglich alle aufzählen. Zahlreich und unübersichtlich sind auch die Presseberichte. Hier nur einer davon.

06.10.2020: Bitte beachtet die Erklärung der Nachbarschaftsinitiative Rigaer Straße

Liebe BürgerInnen von Friedrichshain und überall im Lande
30.09.2020: Als Erstbesetzer der Liebig 34 und Buchautor darüber, wie es zu dieser Besetzung kam, lässt mich die Räumungsabsicht für den 09.10.2020 nicht kalt, auch wenn bereits 30 Jahre seit damals vergangen sind. Ich hatte gute Gründe 1990 dieses Haus zu besetzen und für seinen Erhalt zu kämpfen. Dabei habe ich Federn gelassen aber auch viel dazu gelernt, letztendlich auch, dass ALLES möglich ist. Deshalb ist meine Seele immer noch mit dem Haus verbunden.
Ich verfolge derzeit täglich die Nachrichten und verlinke hier auf die mittlerweile zahlreichen Artikel, die ihr auf meiner Presseseite für die Liebig34 nachlesen könnt.
Angesichts der Bedeutung, welches dieses Haus im Laufe der 30 Jahre seines Bestehens für die Jugend, den Umweltbewegungen, den antifaschistischen Kampf, für die gesamte Linke in Deutschland und auch über die Landesgrenzen hinaus, international bekommen hat (“Aufgrund der mindestens europaweiten Symbolhaftigkeit des betroffenen Objekts ist der Standort des Objekts selbst und die direkte Umgebung als Hauptanziehungspunkt zu betrachten“, lautet es in einer Verfügung der Berliner Polizei), gehe ich davon aus, dass mit dem 09.10.2020 ein weiterer Tag in die Geschichtsschreibung eingehen wird.
Davon zeugt nicht zuletzt der martialische Aufwand den der Staat mit Hilfe von bis auf Zähne bewaffneter militaristischer Polizei, für das Kapital einiger weniger und gegen die Lebensexistenz von zahlreichen jungen Menschen und generell gegen MieterInnen auffährt. Spätestens am 09.10 werden wir wieder einmal, ähnlich wie bei Stuttgart21, erleben dürfen, was die Vorgesetzten der gewalttätigen Schläger in Uniform von der Bevölkerung und der Demokratie halten: Nichts.
Wir werden nicht von demokratisch gewählten Volksvertretern regiert, sondern von Terror ausübenden Großkapitalisten. Sie lügen, betrügen, fälschen, manipulieren, erpressen, gängeln und demütigen uns. Sie entmündigen uns, derzeit im wahrsten Sinne des Wortes offen sichtbar. Und wie wir mit Julian Assange ebenfalls alle sehen können, foltern sie auch öffentlich. Sie verbreiten Leid und Terror in der Welt mit ihren Handlangern, der Polizei, die menschenverachtende Befehle blind gehorchend ausführen.

Jeder Einzelne muss sich derzeit entscheiden, ob er für eine Zukunft – wenn es noch eine geben soll – für Militär und Firmen, korrupte Behörden und Gerichte, weltzerstörende überflüssige Produkte arbeiten will? Oder sich doch lieber für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, Schwesterlichkeit, Mensch und Natur zu entscheiden und zu kämpfen? Dazu gehört auch der Erhalt der Liebig 34 und die Selbstverständlichkeit, kein Mensch gewaltsam aus seiner Wohnung zu werfen. Niemand hat das Recht Menschen wie Dreck zu behandeln – kein Kapital und auch der Staat und seine Schläger nicht.
Wie wichtig es daher ist, nicht nur bei unbeachteten Worten zu bleiben, sondern Farbe zu bekennen zeigen die BewohnerInnen der Liebig34 und ihre UnterstützerInnen durch ihre Taten. Die Missachtung von Menschen, deren Würde und Leben muss mehr kosten als jedes Kapital der Welt. Mit verschönernden Hausfassaden, abgefackelten SUVs und sonstigen lebenserhaltenden und kapitalzerstörenden Massnahmen wird dem Menschen und den Bürgern mehr geholfen, Würde und Lebensperspektive zurück erobert, als die Staatsmacht an gebrochenen Knochen und gebrochenen Herzen zurück lassen kann. Mit der Liebig 34, der Rigaer 94, zahlreichen weiteren Hausprojekten und jede einzelne Mietwohnung, geht es um nichts weniger als um eine notwendige Wehrhaftigkeit der Menschen gegen ein weltweit lebenszerstörendes Wirtschaftssystem, dass keine Rücksicht auf Mensch und Natur nimmt. Es geht um den Kampf einer lebensfähigen Zukunft, für und nicht gegen Menschen. Das heisst nicht totalitärer Staat, der Menschen ignoriert, einsperrt, vergewaltigt, foltert und tötet, sondern Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit, Solidarität, Mensch, Natur und Leben.
Seid aktiv und kommt am 09.10 nach Friedrichshain und zeigt euer NEIN zur Räumung.

30.09.2020: >>Tag X<< Die Liebig34 soll am 09.10 geräumt werden! Liebig34bleibt

10.09.2020: Auf der 30 Jahre Mainzer Straße Kundgebung, halte ich eine Rede und lese aus dem Buch, wie ich 1990 den Räumungsversuch der Mainzer Straße erlebt habe, der nach stundenlanger militanter Gegenwehr zum Abzug der Berliner Polizei führte.

08.07.2020: Ein Bericht zum Kiezspaziergang vom 05. Juli in Friedrichshain.

29.06.2020: Die Liebig 34 feiert Anfang Juli ihren 30. Geburtstag.

Mit dem Journalisten Peter Nowak lade ich zu einem historischen Kiezspaziergang ein. Wir treffen uns am 5. Juli um 14 Uhr am Helsingforser Platz. Wer sich uns anschliessen will, kommt einfach hinzu. Im Anschluß wird es eine Lesung geben. Beachtet bitte die Artikel bei derFreitag, Umkämpftes Wohnen, Streßfaktor, indymedia und zweimal die taz: “ein nicht nur historischer Kiezspaziergang” und “BesetzerInnen feiern sich selbst” !

Räumungstitel, Medienhetze und nervige Bullen vermiesen uns diese Tage nicht. Viva la Liebig!
Kommt am 04.07. und 05.07. auf den Dorfplatz und in die Liebig34 zu allerhand interessantem Programm.

23.06.2020: Die Bezirksverordneten Versammlung Friedrichshain- Kreuzberg erklärt am 17. Juni 2020 zur Liebig34:

„Mit seinem solidarischen Kiezbezug, seiner Widerständigkeit und dem antipatriarchal – politischen Anspruch prägt das Haus seit über zwei Jahrzehnten den Samariterkiez mit und ist von dort eigentlich nicht wegzudenken. Es ist fest in der Nachbarschaft des Samariterkiezes verwurzelt, bietet jenseits der fortschreitenden Kommerzialisierung wichtige Infrastruktur für kulturellen und politischen Austausch. Es ist einer der wenigen verblieben Freiräume in einem zunehmend von Gentrifizierung und Verdrängung bedrohten Kiez.“

20.06.2020: Für das Wochenende den 03.07.2020 bis 05.07.2020 sind einige Veranstaltungen geplant. Wegen Corona ist noch nicht klar, wie das Programm gestaltet wird. Jedenfalls wird gerade noch daran gebastelt.

06.06.2020: Liebe Freunde. Demnächst jährt sich die Liebig34 zum dreissigsten mal. Das Haus wurde am 20.07.1990 besetzt. Vor wenigen Tagen wurde juristisch über die Zukunft des Hauses entschieden. Zur selben Zeit wie die Entscheidung fiel, gab es vor dem Haus eine Presseerklärung: Die Bedeutung des Kampfs um dieses Haus wird über die Liste ihrer Unterstützer* sichtbar. Mehr Infos auf der Presseseite

25.05.2020: Die Lesung im Forum3 fällt leider aus. Die Stadt verbietet immer noch Versammlungen. Ersatzweise ist um Pfingsten herum ein Interview mit dem Forum3 als Podcast geplant. Und für den Herbst ist eine weitere Lesung geplant. Das Buch ist selbstverständlich jederzeit über meine Shop-Seite erhältlich 😉

29.03.2020: Für Herbst dieses Jahr ist vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) e. V. ein Essay-Foto-Buch über die Mainzer Straße geplant. Mit einem Kapitel bin ich als Autor und Zeitzeuge am Buch beteiligt.
(Nachtrag: siehe das Interview vom 14.10.2020 mit Jakob Saß)
Weitere Zeitzeugen werden vom Institut gesucht. Bitte wendet euch dazu an Jakob Saß: 0176 8429 8153, sass@zzf-potsdam.de oder an mich.

15.02.2020: Die nächste Lesung gibt es am 29. Mai 2020 im Forum 3 in Stuttgart.

18.12.2019: Einen Artikel zum Buch und zur Hausbesetzerzeit findet ihr in der
KONTEXT-Zeitung unter “Stino Hausbesetzer” von Peter Nowak.

09.11.2019: Weitere Lesung am 22.01.2020 in Ludwigsburg.

18.11.2019: In der taz findet ihr von Peter Nowak ein Interview, das er mit mir führte.

14.11.2019: In dem Zeitungsartikel “Als in Friedrichshain die Barrikaden brannten” des nd (neues deutschland), werden meine Beobachtungen zur Räumung der Mainzer Straße vom Journalisten Peter Nowak zitiert und mein Buch erwähnt. Den ganzen Artikel findet ihr auf seiner Homepage.

13.11.2019: Lesung am 06.12.2019 in Berlin.

23.09.2019: Nächste Lesung am 15.11.2019 in Freiburg.

01.11.2019 Öffentliche Buchvorstellung auf der Linke Literaturmesse Nürnberg.

27.10.2019: Ihr findet mich ab 19 Uhr im Rahmen der Ernst-&-Karola-Bloch-Woche Tübingen, auf ein Bier mit Hausbesetzer*innen. Im Speed-Dating-Format in der Gartensia, Gartenstraße 7 in Tübingen

22.09.2019: Vielen Dank an alle Besucher und Zuhörer meiner Lesungen. Es gibt Anfragen für weitere Lesungen aus Tübingen, Nürtingen, Ulm und Freiburg. Die Buchveröffentlichung ist zum Oktober 2019 geplant.

20.07.2019: Eine Kulturagentur aus Berlin schreibt:

Antonio Porete schreibt mit Witz und Herzlichkeit aus dem Leben eines unbedarften jungen Mannes, im häuserbesetzten Berlin der Wendezeit, und jeder Leser, in welchem versteckt noch ein kleines wild-freies Herz schlägt, wünscht sich heimlich, diese Zeit mit ihm erlebt zu haben. (Felix Rofall )

05.06.2019: Das Buchprojekt befindet sich derzeit im Lektorat.  Auch Fragen zu Urheberrechten werden noch geklärt. Ich plane das Buch im vierten Jahresquartal herauszugeben.

Antonio Poréte